Externer Sensor Synchronisierung

Messverstärker mit Schnittstelle (USB, RS232, CANBVus, Bluetooth, GPRS, ...)
Serie GSV-2, GSV-3, GSV-4
Florian

Externer Sensor Synchronisierung

Beitragvon Florian » Do 11. Sep 2014, 20:34

Guten Tag,

ich verwende in einem Projekt einen K6D40 Kraftsensor der an zwei GSV4-BT Messverstärker (miteinander über Kabel synchronisiert) angeschlossen ist.
Nun habe ich davon unabhängig einen Drehgeber laufen (an einem anderen Messverstärker angeschlossen) und möchte die Daten der beiden Sensoren miteinander kombinieren,
sodass ich zu jedem beliebigen Drehwinkel die dabei auftretenden Kräfte am K6D40 zuordnen kann.
Durch das GSVmulti-Programm bekomme ich eine Tabelle, in der die Signale der sechs Kanäle immer einer Zeit zugeordnet sind (z.B. 12:30:25,5555).
Die Werte des Drehgebers kann ich mir ja auch mit einer dazugehörigen Zeit ausgeben lassen, am besten natürlich beides am gleichen PC.

Mir stellt sich jedoch die Frage, ob es einen zeitlichen Unterschied zwischen dem Zeitpunkt der Messung der Werte und des in der Tabelle angezeigten Zeitpunktes gibt und wenn ja, wie hoch dieser ist?
Dann würden ja die einzelnen Kraftwerte nicht zu den zeitlich dazugehörigen Winkelwerten passen, sondern müssten schon mit früher auftretenden Winkelwerten verknüpft werden…
Bei einer fixen zeitlichen Verzögerung könnte man das ja rechnerisch korrigieren.

Oder gibt es eventuell die Möglichkeit, den GSV4-BT ein Triggersignal aussenden zu lassen bzw. den GSV4-BT über Funk mit dem anderen Messverstärker (für den Drehgeber) zu synchronisieren?
(die GSV4-BT sind in einem rotierenden Teil verbaut, also wäre eine Verbindung über Kabel nicht möglich)
Ich hoffe Sie können mir dahingehend weiterhelfen!

mfG, Florian

Kabelitz
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Re: Externer Sensor Synchronisierung

Beitragvon Kabelitz » Fr 12. Sep 2014, 06:54

Hallo Florian,
aktuell gibt es schon ein Triggersignal: einer der beiden GSV-4BT erzeugt Impulse, um den zweiten GSV-4BT zu synchronisieren.
Das passiert aber über Kabel, und ist vermutlich keine Lösung.

Falls der Drehgeber auf dem rotierenden Teil Impulse liefert, könnte man beide GSV-4BT darüber synchronisieren. Die Frequenz der Impulse müsste dann kleiner als 125Hz sein.

Und drittens: es sind eventuell noch zwei Analogeingänge frei: Man könnte auf einem (über Magnet und Hallschalter oder Reed-Kontakt) z.B. 1x oder mehrfach pro Umdrehung einen Impuls erzeugen. Dieser würde in GSVmulti dann auch sichtbar sein als Kanal 7 oder Kanal 8.

Signale von den digitalen Eingängen werden derzeit von GSVmulti nicht aufgezeichnet.

Viele Grüße
Holger Kabelitz

Hans

Re: Externer Sensor Synchronisierung

Beitragvon Hans » Fr 9. Okt 2015, 09:12

Hi,
wie genau lässt sich das Synchronisieren von zwei GSV-4BT realisieren? Für meine Messung brauch ich mehr als vier Kanäle und würde somit einen zweiten Messverstärker synchron schalten wollen.
Gruß

Kabelitz
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Re: Externer Sensor Synchronisierung

Beitragvon Kabelitz » Mo 12. Okt 2015, 07:04

Hallo,
der GSV-4 hat digitale Ein/Ausgänge.

Mit der Software "GSV4threshold" kann man bei dem einen GSV-4BT den Ausgang als "Master", beim zweiten GSV-4BT als "Slave" konfigurieren.
Die Beiden Aus/Eingänge müssen mit einem Kabel verbunden sein.

Die Software gibt es hier zum Download:
http://www.me-systeme.de/setup/gsv/gsv- ... eshold.zip

Viele Grüße
Holger Kabelitz

Hans

Re: Externer Sensor Synchronisierung

Beitragvon Hans » Fr 16. Okt 2015, 10:23

Danke für die schnelle Antwort!
Vorher hatte ich versucht die zwei Messelektroniken einfach nebenher laufen zu lassen (sprich ohne Verbindung o.ä.) und für mich ist zwischen den zwei Methoden kein Unterschied erkennbar. In beiden Fällen hatte ich einen "Timestamp" für beide Elektroniken. Funktioniert das also auch ohne Master-Slave-Beziehung oder war das nur bloßer Zufall?
Gruß Hans

Kabelitz
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Re: Externer Sensor Synchronisierung

Beitragvon Kabelitz » Di 20. Okt 2015, 06:57

Hallo Hans,
die Software GSVmulti führt auch eine Synchronisierung durch. Da die empfangenen Daten aber selbst keinen Zeitstempel besitzen,
ist diese Methode nicht so genau.
Wenn zum Beispiel von dem Gerät a zum Beispiel in einer Sekunde 10 Daten empfangen wurden, und vom Gerät b in einer Sekunde 11 Daten empfangen wurden,
dann merkt sich die Software, dass von b ein Messwert mehr vorliegt. Vielleicht holt a ja wieder auf.
Steigt das Missverhältnis weiter an, dann verwirft die Software die überschüssigen Werte, weil sonst der Zeitversatz zwischen a und b weiter ansteigen würde.

Mit der Master Slave Methode werden auf jeden Fall gleich viele Messwerte erzeugt, daher funktioniert es fehlerfrei.

Viele Grüße
Holger Kabelitz


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