Technische Daten

Was bedeutet die Einheit mV/V?

Das Ausgangssignal eines Kraftsensors bzw. einer Wheatstoneschen Brücke ist abhängig von der Höhe der Speisespannung.

Je höher die Speisespannung, desto höher auch das Ausgangssignal

Indem man das Ausgangssignal pro Volt Speisespannung angibt, kann man die Sensoren untereinander vergleichen.

Sensoren mit Dehnungsmessstreifen liefern ca. 0 mV/V im unbelasteten Zustand und -je nach Sensor- ca. 0,5 mV/V bis 3,5mV/V bei voller Belastung.

Die Messverstärker sind für diese Signalpegel ausgelegt: Messverstärker mit einer Speisespannung von z.B. 5V verarbeiten Eingangsspannungen zwischen -17,5mV bis +17,5mV

dms-grundlagen

Wofür steht "Eingangsempfindlichkeit"?

Beim Messverstärker gibt man nicht den Verstärkungsfaktor und die Speisespannung an und rechnet dann
2mV/V (Ausgangssignal vom Sensor bei 100% Belastung)
mal 5V (Speisespannung des Verstärkers)
mal 1000 (Verstärkungsfaktor des Verstärkers)
ergibt = 10 V (Ausgangssignal des Verstärkers)
sondern
2mV/V Ausgangssignal liefert der Sensor (bei voller Last)
2mV/V Eingangsempfindlichkeit hat der Verstärker
passt, -->100% Aussteuerung am Verstärker bei 100% Belastung auf dem Sensor.

Was bedeutet "Kennwert"?

Der Kennwert eines Sensors ist die Änderung des Ausgangssignals bei 100% Belastung.

Der Begriff ist in der VDI Richtlinie 2638 definiert: Ausgangssignal bei Nennkraft, vermindert 
um das Nullsignal...

Das Ausgangssignal wird in mV pro Volt Brückenspannung angegeben (mV/V).

Typische Kennwerte von Sensoren sind 2 mV/V, oder 1 mV/V, oder 0.5 mV/V, teilweise auch 3 mV/V. Ein Sensor mit Kennwert 2 mV/V (bei Nennkraft) liefert mit einem Verstärker mit 5V Brückenspeisespannung also 10mV Ausgangssignal (als Differenzspannung zwischen +Brückenausgang und -Brückenausgang)

Was ist der Unterschied zwischen "Kennwert" und "Nennkennwert"

Die Begriffe sind in der VDI 2638 (für Kraftsensoren) und VDI 2639 (für Drehmomentsensoren) definiert.

Kennwert ist das tatsächliche Ausgangssignal des Sensors. Dieses steht also im Prüfprotokoll oder im Werkszertifikat oder im Kalibrierschein.

Der Nennkennwert ist der "Zielwert" für den Kennwert. Der Nennkennwert steht also im allgemeinen technischen Datenblatt für diesen Sensortyp (nicht im Protokoll für den einen speziellen und wirklichen Sensor)

Was bedeutet Dehnung?

Dehnung ist ein Maß für die relative Längenänderung Δl/l

Die Einheiten für Dehnung sind m/m,μm/m, ppm (parts per million), %, ‰

weitere Infos gibt es hier: