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Funktionstest mit Shuntwiderstand

Durch Parallelschalten eines Widerstandes zu einem Messgitter der Brückenschaltung kann eine definierte Verstimmung der Messbrücke herbeigeführt werden.

Schaltung Shuntabgleich

Brückenschaltung mit Shuntwiderstand Rp und Vorwiderstand Rv

Die Leitungswiderstände Rv können in der Spannungsanalyse vernachlässigt werden. Sensoren enthalten dagegen oft Abgleich- und Kompensationswiderstände in der Größenordnung von 10% des Brückenwiderstandes RDMS.

Das Vorzeichen der Brückenverstimmung Ud/Us ist davon abhängig, in welchem Brückenzweig der Shuntwiderstand eingesetzt wird: Durch die Parallelschaltung von Rp zu R1 wird der Widerstand in diesem Brückenzweig vermindert, es ergibt sich somit eine negative Brückenverstimmung.

Bei der Parallelschaltung von Rp zu R4 ergibt sich eine positive Brückenverstimmung.

Für den Betrag der Brückenverstimmung gilt:

Meist soll der Widerstand Rp bestimmt werden, so dass eine definierte Brückenverstimmung hervorgerufen wird.

Wenn anhand der Brückenverstimmung eine Dehnung vorgegeben werden soll, dann ist Ud / Us durch den bekannten Zusammenhang für die Viertelbrücke zu ersetzen:

Dehnung
in µm/m
Brückenverstimmung
in mV/V
RDMS = 120 Ohm RDMS = 350 Ohm RDMS = 1000 Ohm
1000 0,5 60120 Ohm 175350 Ohm 501000 Ohm
2000 1,0 30120 Ohm 87850 Ohm 251000 Ohm
4000 2,0 15120Ohm 44100 Ohm 126000 Ohm

Tabelle 1: Shuntwiderstände für verschiedene Brückenverstimmungen bei 120, 350 und 1000 Ohm Brückenwiderstand